Carbon Leakage Liste für vierte Handelsperiode schrumpft

Während die Energiemärkte auch in dieser Woche ungebrochen den Aufwärtstrend fortsetzten, wird in Brüssel über die Verkürzung der „Carbon Leakage“ Liste beraten. Der aktuelle Entwurf sieht vor, dass 134 Sektoren und Subsektoren aus dem Schutzschirm fallen und nur noch 44 Sektoren mit der Zuteilung kostenloser CO2-Zertifikate rechnen dürfen. Aluminium-, Stahl–, Papier- und Zementindustrie sollen weiterhin auf der Liste stehen.

 

Spannungen im Mittleren Osten treiben die Preise

Eine unheilvolle Mischung aus Narzissmus, Testosteron, und gefährlicher Unwissenheit befeuert gerade die Spannungen im Mittleren Osten. Die Weltmärkte für Brennstoffe scheinen mit jedem fahrlässig abgesetzten „Tweet“ des „bockigen Kindes in Washington“ einen weiteren Sprung nach oben zu vollziehen. Insbesondere die Ölpreise spiegeln die Angst der Wirtschaft wider und beflügeln auch die übrigen Märkte. Um unserer Kunden und nicht zu Letzt des Weltfriedens Willen bleibt zu hoffen, dass bald wieder die Vernunft dies und jenseits des Atlantiks Einzug hält.

 

Markt nimmt Fahrt auf

Laut der monatlichen MBI Energiepreisumfrage gehen die meisten Teilnehmer diesen Monat von fallenden Preisen aus, im Vormonat war die vorherrschende Erwartung noch ein stabiler Preis. Die Ausnahme bildet hier das Kalenderjahr 2019, hier sind immerhin 53% aller Teilnehmer von einem stabilen Niveau überzeugt. Das Ergebnis einer Studie der Agora Energiewende und der französischen IDDRI ist die dringende Notwendigkeit einer gemeinsamen Energiepolitik. Negative Konsequenzen sieht die Studie in weiteren Verfehlungen der Klimaziele sowie erhöhte Stromimporte für Deutschland.

Aufteilung von Innogy verabschiedet

Die Folgen einer Aufteilung der Innogy für Verbraucher ist derzeit schwer einzuschätzen. Klarer sind jedoch die Details der Verhandlungen zwischen RWE und E.ON: RWE verkauft E.ON 77% der Innogy-Beteiligungen. Im Gegenzug erwirbt RWE damit 17% an E.ON sowie die Portfolios von Innogy und E.ON, die in Verbindung mit Erneuerbaren Energien stehen. RWE positioniert sich damit nach eigenen Angaben als drittgrößter Betreiber von Wind- und Solarkraft in Europa. Der Anteil kohlendioxidarmer Stromerzeugung soll in Zukunft 60% betragen. E.ON verbucht zusätzliche Kompetenzen durch die überaus lukrativen Netzgeschäfte der Innogy.

Wintereinbruch in Europa lässt Preise steigen

Die frostigen Temperaturen, denen der Großteil Europas seit einigen Tagen ausgesetzt ist und vor allem die Aussichten für die kommenden Tage und Wochen, die von den meteorologischen Instituten kommuniziert werden, lassen aktuell die Preise an den Energiemärkten steigen. Die Entwicklung, die in der Vorwoche begann, fand in der KW 8 ihre Fortsetzung, war allerdings nicht ganz so stark ausgeprägt.

Die Bären sind los, nicht die Jecken!

Sehr bearish präsentierten sich die Energiemärkte im Verlauf der KW 6. Mit Ausnahme der CO2-Zertifikate mussten alle Produkte teils deutliche Preisrückgänge verzeichnen. Bei Kohle ist diese Entwicklung am stärksten ausgeprägt. In den letzten beiden Wochen verlor der Brennstoff ca. 13% an Wert.

Die Bären sind los

Der/die eine oder andere Leser/in unseres Newsletters mag mit der o.g. Überschrift die gleichnamige Fernsehserie aus den späten 70ern assoziieren. Diesmal sind die Bären aber nicht auf dem Baseballfeld zu finden, sondern auf dem Börsenparkett für Strom, Kohle, Erdöl und Gas. Jene zeichneten sich in der Berichtswoche durch zum Teil deutliche Preisrückgänge aus. Lediglich der Emissionshandel konnte sich der allgemeinen Abwärtsbewegung widersetzen und liegt heute wieder auf dem Niveau der Vorwoche.

Erdölpreise im Aufwärtstrend

Das abgelaufene Jahr 2017 hat am Strom Spotmarkt im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 € zugelegt. Der Aufwärtstrend beim Erdöl Brent schreitet auch im neuen Jahr fort. Die Liquidität an den übrigen Terminmärkten ist noch relativ gering.

Stromsteuer: Spitzenausgleich 2018 wird gewährt

Nach Veröffentlichung des RWI Monitoring-Berichts 2016, hat das Bundeskabinett am Mittwoch festgestellt, dass die vorgegebene Zielmarke für den Rückgang der Energieintensität des produzierenden Gewerbes erreicht wurde. Somit kann der Spitzenausgleich auch im kommenden Jahr wieder gewährt werden. Die Strom– und Brennstoffmärkte wurden indes in der vergangenen Woche von einem schweren Unglück am österreichischen Erdgas-Hub Baumgarten geschockt. Die Explosion, bei der ein Mensch starb und 20 weitere verletzt wurden, ließ die Strom- und Gaspreise deutlich nach oben schießen.